Experimentalfilme

Experimentalfilme, oder auch Avantgardefilme genannt, sind Filme, welche in ihren Inszenierungen, sowie Motiven neue Ausdrucksmöglichkeiten erforschen. Experimentalfilme sind, wie der Name schon sagt Filme, in denen man experimentiert, dass heißt sozusagen mit dem Licht, der Kamerabewegung und Kameraperspektive oder auch mit Schnitt „herumspielt“ beziehungsweise ausprobiert.

Da der Experimentalfilm von Beginn an um seine Öffentlichkeit kämpfen musste, wurde er letztendlich ab 1990 als „gleichwertiges künstlerisches Medium“ angesehen.

Hier sind zwei sehr bekannte Experimentalfilme:

  •  l’arrivé , 1998 (Peter Tscherkassky) 35mm, 2 min, SW, Ton
  • Outer Space, 1999 (Peter Tscherkassky) 35mm, 10 min, SW, Ton

In L’Arrivée geht es um die Ankunft eines Zuges am Bahnhof, wobei das Bild manchmal sogar gespiegelt ist.

Outer Space hingegen handelt von einer Frau, die verfolgt, entführt und sogar vergewaltigt wird. Jedoch ist nicht klar ob es sich hierbei um einen Außerirdischen oder einen Menschen handelt, der die Frau schlägt und Angst einjagt.

Meines Erachtens gibt es viele Experimentalfilme, die ihre Ausdrucksmöglichkeiten ganz individuell erforschen: Da gibt es Experimentalfilme, in denen man bloß einen braunen oder beigen Hintergrund sieht, mit einer Tonspur, die einem sogar Kopfschmerzen bereiten kann. Und es gibt Experimentalfilme, welche eine vielleicht nicht immer glasklare Handlung besitzen, aber sie dennoch einen gewissen Inhalt haben, der sich auf seine eigene Weise fantasievoll schmücken lässt.

Wenn ich mir Experimentalfilme anschaue, dann kann es durchaus vorkommen, dass ich leichte Kopfschmerzen bekomme. Um ganz ehrlich zu sein , finde ich manche Experimentalfilme beinahe spannend, aufgrund der verschiedenartigen Beleuchtung, des Perspektivenwechsels, sowie das Auftauchen von Schriften und Wörtern. Das einzige, was mich an Experimentalfilmen ein klein wenig stört ist die Tonspur, weil diese sich oft wie ein Rattern oder ein in die Länge gezogenes (gezerrtes)  Knistern anhört.

Generell haben mir die Avantgardefilme  sehr gut gefallen, und obwohl ich, nachdem ich sie angeschaut habe, froh war, dass sie nun endlich vorbei waren, hätte ich dennoch heutzutage nichts mehr dagegen einzuwenden, Experimentalfilme anzusehen!

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